Ei, Ei, Ei, Lanstroper Ei

Eine weithin sichtbare Landmarke ist der in den Jahren 1904/05 erbaute Wasserturm in Lanstrop. Fährt man auf der Autobahn A2 Richtung Berlin fällt der Wasserturm am Horizont sofort auf. Der Hochbehälter aus Stahlblech wird aufgrund seiner eiförmigen Konstruktion als Lanstroper Ei bezeichnet. Der Wasserbehälter fasst 2.000 Kubikmeter, ist rund achtzehn Meter hoch und besitzt einen Durchmesser von vierzehn Metern. Er steht auf einem Stahlgerüst und die ganze Konstruktion kommt auf eine Höhe von knapp sechzig Meter.

Der Behälter gehört zur sogenannten Konstruktionsart Barkhausen, ist der letzte seiner Art in der Metropole Ruhr und diente jahrzehntelang bis ins Jahr 1980 dazu, die umliegenden Zechen der Harpener Bergbau AG sowie die Ortsteile Lanstrop, Derne, Mengede und Brambauer mit gleichmäßigen Wasserdruck zu versorgen. Seit 1985 ist er als Baudenkmal in Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.

Das architekturtechnisch sehenswerte Lanstroper Ei ist ein Standort der Route der Industriekultur in Nordrhein-Westfalen und gehört zur Themenroute Nr. 6 mit dem Titel Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier. Zurzeit kann man ihn nur von außen besichtigen, er soll jedoch in den nächsten beiden Jahren in Zusammenarbeit mit der NRW-Stiftung, Sponsoren und der Stadt Dortmund umfassend saniert werden und dann wird man zu einer Aussichtsplattform unterhalb des Wasserbehälters klettern können.

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