{"id":10,"date":"2011-03-05T23:16:21","date_gmt":"2011-03-05T22:16:21","guid":{"rendered":"http:\/\/martin.brunsmann.org\/2010\/10\/19\/die-kniende-bittet-zur-audienz\/"},"modified":"2015-08-10T21:26:07","modified_gmt":"2015-08-10T20:26:07","slug":"die-kniende-bittet-zur-audienz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/martin.brunsmann.org\/?p=10","title":{"rendered":"Die Kniende bittet zur Audienz"},"content":{"rendered":"<p>Das Museum der <strong>Stiftung Wilhelm Lehmbruck<\/strong> in Duisburg ist ein \u00e4u\u00dferst beeindruckendes Skulpturenhaus &#8211; und das nicht nur im Innen- sondern auch im Au\u00dfenbereich. Dabei ist der Name Lehmbruck Programm. Zum einen umfasst der Museumsbestand den kompletten Nachlass des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck mit rund 1.100 Werken. Darunter Skulpturen mit den absoluten Highlights <em>&#8222;Die Kniende&#8220;<\/em> oder <em>&#8222;Der Gest\u00fcrzte&#8220;<\/em>, Gem\u00e4lde, Pastelle, Zeichnungen und Druckgraphiken. Zum anderen wurde das Museumsgeb\u00e4ude vom renommierten Architekten Manfred Lehmbruck entworfen, der zweite Sohn des Bildhauers.<\/p>\n<div id=\"attachment_734\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-734\" class=\"size-large wp-image-734\" src=\"https:\/\/martin.brunsmann.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Duisburg-Museum-Lehmbruck-02-Garten-800x600.jpg\" alt=\"Museum Lehmbruck Duisburg - Ansicht vom Immanuel-Kant-Park\" width=\"584\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/martin.brunsmann.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Duisburg-Museum-Lehmbruck-02-Garten-800x600.jpg 800w, https:\/\/martin.brunsmann.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Duisburg-Museum-Lehmbruck-02-Garten-200x150.jpg 200w, https:\/\/martin.brunsmann.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Duisburg-Museum-Lehmbruck-02-Garten-400x300.jpg 400w, https:\/\/martin.brunsmann.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Duisburg-Museum-Lehmbruck-02-Garten.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><p id=\"caption-attachment-734\" class=\"wp-caption-text\">Museum Lehmbruck Duisburg &#8211; Ansicht vom Immanuel-Kant-Park<\/p><\/div>\n<p>Neben den Werken von Wilhelm Lehmbruck sind in der Skulpturensammlung aber auch noch eine Reihe anderer begnadeter K\u00fcnstler vertreten, darunter Ernst Barlach, Max Ernst, Pablo Picasso oder auch Joseph Beuys. <em>&#8222;Die Kniende&#8220;<\/em> aus dem Jahr 1911 feierte 2011 ihren einhundertsten Geburtstag. Von den Nationalsozialisten als Entartete Kunst angeprangert, hat sie bis zum heutigen Tage nichts von ihrer Anmut verloren. Allein wegen ihr lohnt sich schon ein Besuch des Museums.<\/p>\n<p>Neben den Skulpturen findet man im Lehmbruck Museum eine umfangreiche Sammlung mit Malerei des sp\u00e4ten 19. und des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts, u.a. mit Werken von Emil Nolde, Oskar Kokoschka und August Macke. Auch das Modell des Life Saver-Brunnen auf der Duisburger K\u00f6nigstra\u00dfe kann bestaunt werden, das Niki de Saint Phalle nach Abschluss ihrer Arbeit dem Museum geschenkt hat.<\/p>\n<p>Auch das Museumsgeb\u00e4ude selbst ist aufgrund seiner Architektur durchaus einen Besuch wert. Die Architektur kann man bei einem Rundgang durch den Kant-Park von au\u00dfen anschauen, sie erschlie\u00dft sich allerdings erst richtig von innen heraus. Der Lehmbruck-Trakt ist ein Stahlbetonbau mit umlaufenden Galerien der sein Tageslicht durch einen Glaskubus im Zentrum der Halle erh\u00e4lt. Als Baustoffe dominieren braune Ziegel und grauer Sichtbeton. An die Gro\u00dfe Glashalle rechts vom Eingang schlie\u00dfen sich in s\u00fcdliche Richtung drei quadratische, aber unterschiedlich gro\u00dfe fensterlose Kuben an, die sowohl f\u00fcr die Dauerausstellung als auch f\u00fcr Wechselausstellungen genutzt werden.<\/p>\n<p>Zur Pr\u00e4sentation der Werke stehen eine Fl\u00e4che von 5.000 Quadratmeter im Museum und weitere rund 70.000 qm im Au\u00dfenbereich, dem das Geb\u00e4ude umgebenden Immanuel-Kant-Park, zur Verf\u00fcgung. Im Park gibt es eine Reihe von unterschiedlichsten Kunstwerken zu entdecken. Hervorzuheben sind hier der &#8222;David&#8220; am Parkeingang, Werke von Henry Moore und Richard Serra.<br \/>\nDie Dauerausstellung wird immer wieder durch interessante Wechselausstellungen von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart erg\u00e4nzt und dokumentiert dadurch die vielf\u00e4ltigen Facetten der modernen Kunst.<\/p>\n<p>Im Museum findet man neben einem Ruhe-\/Leseraum mit verschiedensten Bildb\u00e4nden und Kunstf\u00fchrern ein kleines Caf\u00e9. F\u00fcr einen Besuch sollte man schon zwei bis drei Stunden einplanen. Weitere Informationen, Details zu den Wechselausstellungen und \u00d6ffnungszeiten sowie dem umfassenden museumsp\u00e4dagogischen Angebot gibt es auf der Homepage.<\/p>\n<p>Ein kleiner Tipp zum Schluss: Oftmals erschlie\u00dft sich dem unbedarften Betrachter nicht unbedingt sofort das Kunstwerk, vor dem er steht. Falls sich die Gelegenheit anbietet, sollte man deshalb nach einer Museumsf\u00fchrung fragen und den damit verbundenen Aufschlag auf das Eintrittsgeld investieren. Das ist in diesem Haus eine sehr gute Investition.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Museum der Stiftung Wilhelm Lehmbruck in Duisburg ist ein \u00e4u\u00dferst beeindruckendes Skulpturenhaus &#8211; und das nicht nur im Innen- sondern auch im Au\u00dfenbereich. Dabei ist der Name Lehmbruck Programm. 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