Innenhafen Duisburg

Einst Brotkorb des Ruhrpotts ist der Innenhafen von Duisburg heute ein turbulentes, farbiges Szeneviertel und immer wieder einen Besuch wert. Sanierte Lagerhäuser beherbergen schicke Locations, Galerien und Museen. Moderne Architektur, eine Sportboot-Marina und der Platz der Erinnerungen begleiten die Flaniermeile.

Während der Industrialisierung war der Innenhafen von Duisburg über ein Jahrhundert lang zentraler Hafen- und Handelsplatz. Seine Geschichte reicht allerdings bis weit in das Mittelalter zurück, denn einst floss hier der Rhein. Nachdem der Hafen Mitte der 1960er Jahre an Bedeutung verloren hatte, brachte die Internationale Bauausstellung Emscherpark (IBA) neues Leben zurück.

Ein einzigartiger Strukturwandel, basierend auf Planungen des britischen Architekten Sir Norman Forster, hat einen völlig neuen, attraktiven Duisburger Stadtteil entstehen lassen, der sich durch die Kombination von Arbeit und Wohnen, Kultur und Freizeit auszeichnet.

Duisburg Innenhafen - Blick aus östlicher Richtung

Duisburg Innenhafen – Blick aus östlicher Richtung

Der Innenhafen von Duisburg ist fußläufig aus dem Stadtzentrum zu erreichen. Im westlichen Bereich am Steiger Schwanentor startet die Weiße Flotte zu Rundfahrten über den Rhein und das Hafengebiet. Die markanten Getreidespeicher und Mühlenbetriebe im östlichen Teil brachten ihm den Beinamen „Brotkorb des Ruhrgebiets“ ein, denn von hier aus wurde die wachsende Bevölkerung versorgt. Heute findet ihr in den Räumlichkeiten jede Menge Bars, Restaurants und Cafés, die zum gemütlichen Verweilen am Wasser einladen. Daneben gibt es Museen, Galerien und die eine oder andere temporäre Kunstausstellung.

Hingucker neben den aufwendig sanierten historischen Gebäuden sind ganz sicherlich die zum Teil spektakulären Neubauprojekte wie das Bürohaus Five Boats mit seiner nächtlichen Lichtinstallation, der Looper oder das H2-Office. Auf jeden Fall anschauen solltet ihr auch die Wohnbebauung entlang des Philosophenweges und der Grachten (Holzgracht, Speichergracht und Hansegracht) als Konzept der Wasserbewirtschaftung im Quartier.

Einen großen Teil nimmt der Altstadtpark mit Resten der ehemaligen Stadtmauer von Duisburg ein. Neben einer beweglich angelegten Fußgängerbrücke liegt hier das jüdische Gemeindezentrum. Davor hat der israelische Bildhauer Dani Karavan den Garten der Erinnerungen angelegt. Ausgezirkelte Rasenflächen werden durch bepflanzte Hochbeete und schneeweiß gestrichene Mauerreste der früheren Lager- und Kontorgebäude unterbrochen.

Anschrift: Philosophenweg, 47051 Duisburg
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